Die Neuigkeiten zum Strandbad Tegel oder die ” 1,85 Mio. Geschichte “

Nun ist es wohl raus und mit dem Strandbad Tegel aus !!!!!!

Tagesspiegel 28.03.2012

Die Berliner Bäderbetriebe haben in der Sitzung des Sportausschusses vom 21.02.2012 in der BVV Reinickendorf die ” Katze aus dem Sack ” gelassen.

Sie haben in dieser Sitzung veröffentlicht, dass Sie 1,85 Mio. für die Sanierung des Strandbades Tegel benötigen.

Im laufe der Sitzung wurde dann aber gleich klargestellt, dass die Berliner Bäderbetriebe dieses Geld nicht hätten und man würde auf die Hilfe des Senats hoffen.

Die Summe setzt sich zusammen aus

450.000 Euro für die Sanierung der Abwasserleitung

und

1.400.000. Euro für die Sanierung der Gebäude.

Nachweis:  Internetseite www.berlin.de Bezirksamt Reinickendorf  BVV Sportausschusssitzung 21.02.2012

bvv-21022012

Laut einer mir vorliegenden BZA ( Bauzustandsanalyse ) aus dem Jahr 2008, die übrigens die Grundlage für die Ausschreibung im Jahr 2008 war und zudem auch Vertragsgrundlage meines Pachtvertrages 2009 geworden ist, waren es ” nur ” 485.000 Euro die für Sanierungen aufzuwenden seien.

Diese BZA wurde durch ein Ing. Büro erstellt welches durch die Berliner Bäderbetriebe beauftragt wurde um festzustellen in welcher Größenordnung Sanierungen durch den Pächter übernommen werden müssen.

In dieser BZA sind alle erforderlichen Sanierungsmaßnahmen für den Zeitraum von 10 Jahren beschrieben.

Laut dieser BZA belaufen sich die Sanierungskosten auf 485.000 Euro für die nächsten 10 Jahre von 2009 gerechnet.

Vertragsgrundlage BZA von 2008

Vertragsgrundlage Kostenschätzung von 2008

Wie Sie sehen können und sicher gleich gemerkt haben gibt es da eine gravierende Differenz in den Zahlen.

Also in dem Fall gibt es zwei mögliche Ursachen für diese Differenz.

1. Die Bauzustandsanalyse war nicht korrekt.

Was bedeuten würde, dass in der Ausschreibung und beim Vertragsabschluss wissendlich falsche Angaben gemacht wurden.

Dieses hätte dann auch strafrechtliche Folgen für die Berliner Bäderbetriebe.

2. Die Bauzustandsanalyse war korrekt.

In dem Fall soll wohl mit einer extrem hohen Sanierungssumme begründet werden, dass das Strandbad Tegel nicht weiter betrieben werden kann, da die Berliner Bäderbetriebe nach ihren Aussagen das Geld für die Sanierung nicht haben und fraglich ist ob der Berliner Senat ein Interesse an einem Strandbad Tegel hat. Ich denke da gibt es wichtigere Themen in Berlin ?

Ich hatte mich mit vielen Besuchern unterhalten nachdem der Rechtsstreit begonnen hatte und wurde oft gefragt, was es für einen Sinn hat bzw. was ich der Meinung bin was es für einen Grund für die Handlungen der Berliner Bäderbetriebe gibt.

Und ich hatte mit meiner Antwort wohl recht.

Die Berliner Bäderbetriebe haben kein Interesse mehr an dem Standort Strandbad Tegel, da es für sie scheinbar nicht mglich ist das Bad kostendeckend bzw. gewinnbringend zu betreiben. Zudem haben Sie scheinbar über jahrzehnte Gelder die eigentlich für das Strandbad Tegel bestimmt waren anderweitig eingesetzt.

Denn wenn schon die Feuerlöscher nicht geprüft wurden, denn diese waren zu meiner Übernahme im Jahr 2009 zum Großteil bis zu 17 Jahre abgelaufen, was wurde denn ansonsten investiert ?

Denn im Verhältnis handelt es sich bei der Prüfung der Feuerlöscher um sehr geringe Kosten.

Nachweis: BZA Seite 62

Es wurden auch immer wieder Gelder für Sanierungen beim Berliner Senat beantragt, nur leider sind sie scheinbar nie im Bad angekommen.

Nachweis: Listen Abgeordnetenhaus Berlin beantragte Gelder für Baumaßnahmen von 2007

Auch hier sieht man wieder den Hinweis auf den auszutauschenden Fettabscheider der mit dem Vermerk ” Eigentümer Verpflichtung ” versehen ist.

Zusammengefasst kann man zum jetzigen Zeitpunkt davon ausgehen, dass die Berliner Bäderbetriebe einen Grund gesucht und mit diesen Zahlen auch gefunden haben dürften um das Strandbad Tegel endgültig schließen zu können.

Mein Vorschlag das Strandbad Tegel übernehmen zu wollen um es für Reinickendorf und die Berliner Bürger  zu erhalten, blieb leider bis heute ohne Reaktion.

Die bis jetzt geführten Gerichtsverfahren:

Es ging in dem Verfahren was die Berliner Bäderbetriebe immer wieder als ihren Sieg hinstellen, nur um einen kleinen Vertragspunkt.
Ich hätte meine Forderung gerichtlich geltendmachen müssen und hätte dann aufrechnen dürfen.
Ich habe den Fehler gemacht und direkt aufgerechnet.
Es ging also nicht um Recht oder Unrecht sondern nur um eine Vertragsklausel die die BBB wissendlich das es einen Schadenersatzanspruch geben wird in den Pachtvertrag eingebaut haben.

Die Richter haben die Berliner Bäderbetriebe im Verfahren vor dem Amtgericht & Landgericht darauf hingewiesen das sie voll Schadenersatzpflichtig sind und zusätzlich meine getätigten Investitionen erstattet werden müssen.

Die Schadenersatzklage wird zur Zeit durch unsere Rechtsanwaltskanzlei vorbereitet und wird mehrere hunderttausend Euro betragen.

Wir möchten Sie bitten weiter auf die Vorgänge rund um das Strandbad Tegel zu achten und für das Strandbad zu kämpfen.

Der Verlust des Strandbades Tegel wäre für viele Reinickendorfer ein Schlag ins Gesicht und ein Verlust Ihrer Kindheitserinnerungen.

Wir werden weiter dran bleiben und weiter kämpfen.

Eine weitere Aktualisierung folgt regelmäßig.